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35 Jahre Club der Münzfreunde auf dem Eigen 2016
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Im Jahre 2017:

1050 Jahre Jauernick 2017

Herausgeber:  Club der Münzfreunde auf dem  Eigen
Hersteller:       1. Dresdner Medaillenmünze Glaser & Sohn
Gravur:           Ralf Exner, 1. Dresdner Medaillenmünze
Durchmesser: 40 mm
Material:         Silber, 31,1 g, 999fein, Stempelglanz    20 Stück
                      Silber, 31,1 g, 999fein, patiniert           20 Stück
                      Silber, 25 g, 999fein, vergoldet            14 Stück
                      Bronze, patiniert                                  40 Stück
  

 

Im Jahre 2016:

Medaille Nr.45: 775 Jahre Ostritz

Aus Anlass der 775-Jahrfeier der Stadt Ostritz hat der Club der Münzfreunde auf dem Eigen eine Jubiläumsmedaille herausgegeben. Die Medaillen wurden in Silber mit einen Gewicht von 31,1 g. und in Bronze geprägt. Die Vorderseite zeigt das Wappen der Stadt Ostritz. Diese Seite trägt die Umschrift: 

              775 JAHRE OSTRITZ  2016 • 1241 ERSTERWÄHNUNG •

Auf der Medaillenrückseite ist eine Landkarte des Dreiländerecks „Deutschland-Polen-Tschechien“ dargestellt. Damit ist auch auswärtigen Betrachtern der Medaille die geografische Lage der Stadt klar. Die Medaillenumschrift hier:

                 SÜD-ÖSTLICHE OBERLAUSITZ AM DREILÄNDERECK“.

Diese Medaillenrückseite wurde bereits bei der Medaille „Eröffnung des Aussichtsturm auf der Neuberzdorfer Höhe“ verwendet. Die Ostritzer Medaille wurde in der 1. Dresdner Medaillenmünze geprägt. Insgesamt wurden 35 Medaillen in Silber und 50 Medaillen in Bronze hergestellt. Diese Medaillen konnten am 20. August 2016 auf dem Festplatz in Ostritz erworben werden.

Club der Münzfreunde auf dem Eigen
 

Medaille 35 Jahre Club der Münzfreunde a. d. Eigen

Exklusiv zu diesem Anlass schuf der bekannte Dresdner Künstler und Medailleur Peter Götz Güttler eine Medaille in geringer Stückzahl, die an die Vereinsfreunde und an wenige Ehrengäste als Auszeichnung abgegeben wurde. Der dem Verein seit Jahren verbundene Künstler gestaltete bereits in der Vergangenheit Medaillen für den Verein bzw. Medaillen für Anlässe, an denen der Verein mitgewirkt hat. Diese Jubiläums-Medaille in einer Auflage von 23 Stück wurde aus Weißmetall gegossen und anschließend patiniert, hat einen Durchmesser von 120 mm und wiegt ca. 355 g. Dem Anlass entsprechend handelt es sich damit um die bisher größte Vereinsmedaille.
Auf der Vorderseite lesen wir als Umschrift, links beginnend: 23.2.1981  GEGRÜNDET / 06.11.1982 ANERKANNT / 07.5.1990 UMBENANNT. Bei der zentralen Medaillenabbildung handelt es sich um die leicht verkleinerte Abbildung der Vorderseite der Medaille Katalog-Nr. 01. Darunter finden wir den Ausgabeanlass: 2016 / 35 / JAHRE / CLUB / DER / MÜNZFREUNDE / AUF DEM EIGEN. Um das zentrale Medaillenmotiv gruppieren sich die in Originalgröße dargestellten Ansichten 7 weiterer, sich teilweise überdeckender, vom Verein in der Vergangenheit geschaffener Medaillenseiten. Von links unten im Uhrzeigersinn aus gesehen sind das die folgenden Medaillenseiten: 10/RS – 04/RS – 22/VS – 30/VS – 10/VS – 17/VS –29/RS.
Die Rückseite ist in voller Größe dem von Dirks Krauss aus Dresden geschaffenen Vereinslogo gewidmet, mit der Umschrift CLUB DER MÜNZDFREUNDE AUF DEM EIGEN ● SCHÖNAU – BERZDORF ●. Das Vereinslogo zeigt eine fiktive Abbildung der nicht nachgewiesenen Burganlage auf dem Schönauer Hutberg, mit dem hier wachsenden und geschützten Aronstab sowie die Wappen der Oberlausitz, von Sachsen und Kursachsen.
Roberto Schmidt

 

Im Jahre 2015: Es wurden keine Medaillen hergestellt

Im Jahre 2014:


Medaille 50 Jahre Partnerschaft Kowary – Schönau-Berzdorf 1964 – 2014   Im Oktober 2014 wurde 50 Jahre freundschaftliche Zusammenarbeit zwischen der polnischen Stadt Kowary, (Schmiedeberg im Riesengebirge) und unserer Gemeinde Schönau-Berzdorf gefeiert. 22 polnische Gäste aus Kowary kamen zu dieser Feier nach Schönau-Berzdorf  und brachten Grüße aus ihrer Heimat mit. Wie kam es zu dieser Freundschaft? Im Jahre 1964 besuchte der  Lehrer Fritz Wünsch die Stadt Kowary um seine ehemalige Heimat zu besuchen. Er wurde in Schmiedeberg geboren. Ab 1936 war er in Hohenwiese, bei Schmiedeberg im Riesengebirge als Lehrer tätig. Mit Beginn des 2. Weltkrieges wurde er eingezogen. Nach dem Krieg kam Schlesien, so auch Schmiedeberg, an den Polnischen Staat. In Königshain bei Görlitz, der Heimat seine Ehefrau, fand er eine neue Bleibe. Als Lehrer aus der NS-Zeit durfte er zunächst nicht im Schuldienst tätig werden. Ab 1952 konnte er wieder seinen Beruf  als Grundschullehrer ausüben, zunächst in Steinölsa, dann ab 1953 in Berzdorf a. d. Eigen. Bei seinen Besuch in Kowary 1964 nahm er als Lehrer mit der dortigen Lehrerschaft der Schulen, auch dem Lyzeum, Kontakt auf. Daraus entstand die jahrelange Partnerschaft. Anfangs nur zwischen den Lehrern,  später wurden auch die Schüler mit einbezogen. So machten deutsche Schüler im Riesengebirge Ferien und die polnischen Schüler kamen zu uns. Auch bei Sportveranstaltungen gab es den Schüleraustausch. In Anerkennung der freundschaftlichen Beziehung zwischen den Schulen erhielt der Direktor der damaligen Polytechnischen Oberschule Schönau-Berzdorf vom den polnischen Ministerium für Volksbildung  und Erziehung die Auszeichnung „Medaille der Kommission für staatsbürgerliche Erziehung“. Diese Partnerschaft hielt bis zurAuflösung der Mittelschule in Schönau-Berzdorf im Jahre 2003. Dann gingen die Kontakte zum Lyzeum in Kowary verloren. Der 1995 gegründete Heimatverein Schönau-Berzdorf nahm im Jahre 1999 den Kontakt mit dem Verein „Freunde von Kowary“ auf. Die Verbindungsperson war und ist Frau Gabriela Kolaszt., die Deutschlehrerin am Lyzeum in Kowary. Seit dieser Zeit finden gegenseitige Besuche statt. 1998 wurde von den Bürgermeistern von Kowary und Schönau-Berzdorf ein Freundschaftsvertrag unterzeichnet. Gegenwärtig lebt die Partnerschaft  hauptsächlich zwischen dem Verein der Freunde von Kowary und dem Heimatverein Schönau-Berzdorf. In der Vorbereitung des 50jährigen Jubiläums der Freundschaft konnte unser Vereinsvorsitzender, Herr Heinz  Henning Obenland, den Dresdner Medailleur Peter Götz Güttler gewinnen aus diesem Anlass eine Medaille zu gestalten. Pünktlich zum Jubiläum war die Medaille fertig,  Die Weissgussmedaille trägt auf der Vorderseite eine mehrzeilige Inschrift: 50 Jahre / LEBENDIGE FREUNDSCHAFTLICHE / GEGEN JEDEN WIDERSTAND / TROTZENDE /  ENG ZUSAMMENSTEHENDE /  HEIMATGEMEINSCHAFT /. Der untere Teil der Medaille ist durch einen Blütenzweig zweigeteilt. Links, 3zeilig: KOWARY / POLSKA / 1964 /. Rechts, 4zeilig: SCHÖNAU- BERZDORF / DEUTSCHLAND / 2014 /. Die Rückseite der Medaille ist 2geteilt. Der obere Teil ist der Stadt Kowary gewidmet. Das Rathaus der Stadt und das Heimathaus des Vereins „Freunde der Stadt Kowary“ sind zu erkennen. Im Hintergrund ist der Hausberg der Stadt, die Śniesźka, zu dt.Schneekoppe, dargestellt. Unterhalb des Rathauses steht der Ortsname KOWARY. Der untere Teil der Medaille ist dem 2. Ort, Schönau-Berzdorf, gewidmet. Rechts oben steht der Name  des Ortes. Im der Mitte des unteren Medaillenteils befindet sich die Darstellung des Hausberges, des Hutberges. Den Gipfel ziert eine sagenhafte Burg. Weiterhin sind die Kirche das Heimathaus und andere Gebäude dargestellt. Die Medaille hat einen Durchmesse vor 100 mm und ein Gewicht von ca. 200 g. Es wurden 15 Medaillen hergestellt. Club der Münzfreunde auf dem Eigen / S. Seidel  
  
  • Festgroschen zur 750jahrfeier in Schönau auf dem Eigen 2014

    Aus Anlass der 750jahrfeier von Schönau a. d. Eigen wurde dieser Auswurfgroschen im Auftrag des Club der Münzfreunde auf dem Eigen in der 1. Dresdner Medaillenmünze hergestellt. Die Vorderseite zeigt das Gemeindelogo und die Jahreszahlen 1264 - 2014. Auf der Rüchseite ist die Blüte des Aronstabes dargestellt. Diese geschütze Pflanze ist auf den Hausberg des Ortes zu finden.

    Material : Silber 50 Stück und Tombak 250 Stück. Durchmesser 23 mm
                  Kaiserzinn, handgeschlagen ca. 130 Stück
       

Im Jahre 2013:
  

Die Medaille "750 Jahre Schönau auf dem Eigen":

Der Club der Münzfreunde auf dem Eigen gibt aus Anlass des 750jährigen Jubiläums der Ersterwähnung von Schönau auf dem Eigen eine Medaille heraus. Als Medaillenmotiv wurde die Kirche des Orts gewählt. Sie ist das älteste Schönauer Gebäude. Die Medaille zeigt auf der Vorderseite die Schönauer Ev. Luth. St. Georgskirche aus der nördlichen Richtung. Im Jahre 1996 feierten wir das 700jährige Jubiläum der Kirche. Sie wurde im 15. Jahrhundert von den Hussiten zerstört, wieder aufgebaut und in den folgenden Jahrhunderten  erhalten und erweitert. Auf dem Medaillenbild zeigt sich die Kirche in seiner heutigen Gestalt. 1833 wurde der Kirchturm durch einen Orkan zerstört und 1837 schöner und größer aufgebaut. Der Kirchturm soll der schönste Dachreiter der östlichen Oberlausitz sein. Das Kirchareal ist von einer Wehrmauer umgeben. Die in Abständen vorhandenen Mauervorsprünge auf der nördlichen Seite der äußeren Mauer sind nur im Herbst und Winter zu erkennen, sonst sind sie vom Laub bedeckt. Im Jahre 1837 wurden auch die Schießscharten von der Kirchmauer entfernt. Innerhalb der Kirchmauern befand sich bis 1874 der Friedhof. Zwischen Kirchmauer und Pließnitz ging früher die Dorfstraße entlang, somit befand sich auch der Zugang zur Kirche auf diese Seite. Unterhalb des Kirchbildes befindet sich das Bergbauzeichen, Hammer und Eisen, kopfstehend. Dies erinnert an den ehemaligen Braunkohlenabbau in Schönau-Berzdorf, welcher im Jahre 1997 eingestellt wurde . Die links und rechts liegenden Blütenzweige des Aronstabes weisen auf diese und andere  seltene Pflanzen auf dem Hutberg hin. Die Rückseite der Medaille zeigt die Landkarte des Eigenschen Kreises, mit Darstellung der Bernstädter Kirche, des Altbernsdorfer Bauernhauses „Bergengler“, ein Schönauer Bauernhaus als Umgebindehaus gegenüber des Schulsteges, in Kiesdorf den jetzigen Kindergarten, in Dittersbach die Obermühle, in Neundorf die Windmühle und in Kunnersdorf ein Haus an der Pließnitz. An Gewässer sind die Pließnitz, die Gaule und die Weißbach eingezeichnet. Weiterhin sind der Große und der Kleine Nonnenwald zu sehen.
Den Entwurf der Vorderseite zeichnete Frau Uta Möller aus Görlitz.
Geprägt wurden die Medaillen in der 1. Dresdner Medaillenmünze Glaser & Sohn. Es sind 50 Medaillen in Bronze und 50 Medaillen in Silber mit einen Gewicht von 31,1 g. und einen Durchmesser  von 40 mm. geprägt. Die Medaillen wurden erstmals auf dem Schönauer Weihnachtsmarkt am 15. Dezember zum Verkauf angeboten.

Club der Münzfreunde auf dem Eigen / S. Seidel
   

Im Jahre 2012: Keine Medaillen
  

Im Jahre 2011:

Bergbaumedaille "50 Jahre Schaufelradbagger 1452"

Die Vorderseite zeigt in der Bildmitte den Schaufelradbagger 1452 im Tagebau, darüber 2zeilig: / 6. Juli2002 / Eröffnung d. techn. Denkmals / . Die Umschrift oben: / * SCHAUFELRADBAGGER SRs1200a – 1452 * / , und  unten:  / GEBAUT 1961 * AUSSER BETRIEB DEZ. 2000 /
Die Rückseite
der Medaille trägt die Umschrift: / Braunkohle aus dem Berzdorfer Becken / 1734 – 1997 /. In der Feldmitte 5zeilig der Text: / 50 / Jahre/Bagger 1452 / 1961 – 2011 / „Glück Auf“, zwischen den beiden Wörtern das Bergbausymbol: Hammer und Eisen.  

Herausgeber:      Club der Münzfreunde auf dem Eigen
Entwurf VS:        B. Heppert, Ostritz
Entwurf RS:        S. Seidel und 1. Dresdner Medaillenmünze Glaser & Sohn
Gravur:              1. Dresdner Medaillenmünze Glaser & Sohn
Prägestätte:       1. Dresdner Medaillenmünze Glaser & Sohn
Durchmesser:      40 mm
Ausführung:        53 Stück Bronze, Stempelglanz
                        53 Stück Bronze, patiniert

Im Jahre 2011 wird der Schaufelradbagger 1452, das technische Museum in Hagenwerder, 50 Jahre alt. Dieser wurde im Jahre 1961 im Tagebau Phönix-Nord, südlich von Leipzig, durch  den VEB Schwermaschinenbau Lauchhammer errichtet. Dort wurde er nach Jahren demontiert und im Dezember 1970 im Tagebau Berzdorf erneut in Betrieb genommen. Er wurde im Abraum wie auch in der Kohle eingesetzt worden. Zuletzt in der Sanierung des ehemaligen Tagebaues Berzdorf. Am 11.12. 2000 stellte man den Bagger außer Dienst. Die letzte Fahrt des Baggers erfolgte am 26.10. 2001 zu seinem jetzigen Standort in der Nähe des Bahnhof Hagenwerder. Der Verein für Arbeitsmarkt- und Regionalentwicklung e.V. in Görlitz hat den Bagger als technisches Denkmal übernommen. Unterstützung findet er durch den „Verein bergbaulicher Zeitzeugen Berzdorf - Oberlausitz e. V.“ Der „Verein bergbauliche Zeitzeugen Berzdorf- Oberlausitz“ hat die Betreuung des Baggers übernommen. So sichert er die Öffnungszeiten des technischen Denkmales und bietet Führungen am Bagger und am Berzdorfer See an. Der Verein hat in diesem Jahr sein 10jähriges Jubiläum. Die 50 Jahre Bagger und die 10 Jahre „Verein Bergbaulicher Zeitzeugen Berzdorf – Oberlausitz e. V.“ werden am 13. August feierlich begangen. Der Verein hat zur Zeit 35 Mitglieder. Auf der Rückseite der Medaille steht „Braunkohle aus dem Berzdorfer Becken 1734 – 1997“. Auf  unseren bisherigen Bergbaumedaillen steht als Beginn der Braunkohleförderung in Berzdorf das Jahr 1835.  Als wir im Jahre 1997 unsere erste Bergbaumedaille, aus Anlass der Einstellung der Braunkohlenförderung, ausgaben galt dieses Jahr als Beginn der Braunkohlenförderung. Um das Jahre 1835 wurde in Berzdorf begonnen die Kohle im Tiefbau gewinnen. Im 18. Jahrhundert wurde das Holz als Brennstoff immer knapper. Man suchte nach anderen Brennstoffen, so nach Turf und Steinkohle. In einer Nachricht der sächsischen Staatsgeographie aus dem Jahre 1734 wird berichtet: „Zu Herwigsdorf, bey Zittau, findet man eine Art brennende Erde, so demTurf gleichet;  zu Tauchritz aber, zwischen Zittau und Görlitz, wird jetzo würklich der beßte Turf gegraben dergleichen sich auch an anderen Orten geäussert hat“. Nach der Beschreibung des Turfes handelte sich hier um Braunkohle.
Diese Medaille wurde zum 50jährigen Bestehens des Schaufelradbaggers 1452 für den „Verein bergbaulicher Zeitzeugen Berzdorf - Oberlausitz e. V.“ hergestellt.

Im Internet unter:        www.verein-bergbaulicher-zeitzeugen.de/index.html

Quelle: 250 Jahre Braunkohlenbergbau in der Oberlausitz Tagebau Berzdorf
          Berzdorfer See
          Herausgeber: Gesellschaft für Projektentwicklung, Tourismus und
         Technische Denkmale am Berzdorfer See, 2004

Club der Münzfreunde auf dem Eigen / S. Seidel
Sächsische Zeitung vom 11.08.2011: Schön für die Aufmerksamkeit, leider nicht ganz richtig.
 
Unser Vorschlag zur Medaille "7. Feuerwehrtag in Ostritz" an den Feuerwehrverband Löbau-Zittau

Zur fertigen Medaille: Verschiedenes



750 Jahre Dittersbach auf dem Eigen

Vorderseite
Die Vorderseite zeigt in der Bildmitte das Signet des Ortes Dittersbach auf dem Eigen. Links und rechts daneben die Jahreszahlen / 1261 2011 /. Randschrift oben: / 750 JAHRE / und unten: / DITTERSBACH A. D. EIGEN /,
Die Rückseite
der Medaille zeigt die Landkarte des Eigenschen Kreises, mit Darstellung der Bernstädter Kirche, des Altbernsdorfer Bauernhauses „Bergengler“, ein Schönauer Bauernhaus als Umgebindehaus gegenüber des Schulsteges, in Kiesdorf den jetzigen Kindergarten, in Dittersbach die Obermühle, in Neundorf die Windmühle und in Kunnersdorf ein Haus an der Pließnitz. An Gewässer sind die Pließnitz, die Gaule und die Weißbach eingezeichnet. Weiterhin sind der Große und der Kleine Nonnenwald zu sehen. Umschrift oben: /Auf dem EIGEN/  Umschrift unten: /Der EIGENSCHE KREIS in der Oberlausitz/

Herausgeber:      Club der Münzfreunde auf dem Eigen
Entwurf:            B. Heppert, Ostritz
Gravur:             1. Dresdner Medaillenmünze Glaser & Sohn
Prägestätte:      1. Dresdner Medaillenmünze Glaser & Sohn
Durchmesser:      40 mm
Ausführung:      15 Stück Silber, 999fein, 31,1 g, Stempelglanz                        
                      70 Stück Bronze, patiniert 

Der Ort Dittersbach liegt im Südosten der Oberlausitz und gehört in den Kreis Görlitz, er liegt also fast am Dreiländereck Polen – Tschechien – Deutschland. Seit 1994 ist Dittersbach ein Ortsteil der Kleinstadt Bernstadt auf dem Eigen. Dittersbach hat per 31.12.2010 534 Einwohner, im Jahre 2004 waren es noch 611 Einwohner. In einer Verkaufsurkunde aus dem Jahre 1261 wird Dittersbach erstmalig erwähnt. In dieser Urkunde wird ein Teil von Dittersbach an das Zisterzienserinnenkloster St. Marienstern verkauft. Auf der Medaillenvorderseite ist das Signet von Ditterbach dargestellt und mit der Umschrift:  / 750 JAHRE / DITTERSBACH A. D. EIGEN / 1261 2011 / erweitert worden, um auf das Jubiläum hinzuweisen. In der Mitte des Ortssignets befindet sich die Darstellung des Kirchturmes, welcher in seiner Gestalt aus den Jahre 1594 stammt. Der Kirchturm ist außen mit einen Quaderputz versehen. Durch die Farbgestaltung erhält der Turm ein interessantes Aussehen. Diese Putzquatrieung soll noch aus der Zeit der Turmerrichtung stammen und wurde 1971 bei der damaligen Turmrenovierung wieder entdeckt. Der Kirchturm ist des älteste Gebäude in Dittersbach. Hinter den Kirchturm ist der Knorrberg  dargestellt. Dieser ist mit einer Höhe von 379 m  der höchste Berg des Eigenschen Kreises. Im Berg befindet sich ein aufgelassener Steinbruch. In diesen befinden sich Basaltsäulen, die sehr regelmäßig ausgebildet sind. Der Steinbruch ist jetzt ein geologisches Naturdenkmal. Auf dem Ortssignet sind links und recht je eine Getreideähre zu sehen. Diese stellen die Verbundenheit mit der Landwirtschaft dar. Die Hausdächer in Mitten von Baumkronen stehen für den Ort Dittersbach, einen Dorf im Grünen. Das Ortssignet wurde aus Anlass des 725jährigen Jubiläum erstellt und danach als Symbol für Dittersbach behalten.

Im Jahre 2010:

Medaille 675 Jahre Hagenwerder:

Die Vorderseite
Die Rückseite


Die neue Medaille „675 Jahre Hagenwerder“  

Die Vorderseite: In der Medaillenmitte die Darstellung des alten Herrenhauses in Althagenwerder. Darüber: /675 Jahre/. Unter dem Herrenhaus 2zeilig: /1335-1937 Nikrisch//1937-2010 Hagerwerder/ darunter: 2 gekreuzte Lorbeerzweige
Die Rückseite: Randumschrift: /1958-1997 KOHLE–ENERGIESTANDORT *** HAGENWERDER/; im Medaillenfeld vorn, links: Das Betriebsemblem des VEB Kraftwerke Völkerfreundschaft und daneben das Betriebsemblem des VEB Braunkohlenwerk Oberlausitz. Im Hintergrund ist die Silhouette des Kraftwerkes Hagenwerder III dargestellt. 
 
Herausgeber: Club der Münzfreunde auf dem Eigen
Entwurf:         Bernhard Heppert, Ostritz
Gravur:          1. Dresdner Medaillenmünze Glaser & Sohn
Prägestätte:   1. Dresdner Medaillenmünze Glaser & Sohn
Durchmesser:  40 mm.
Ausführungen: 100 Stück Bronze, patiniert                        
                      25 Stück Silber 999 fein, 31,1 gr. Stempelglanz
                      25 Stück Silber 999 fein, 31,1 gr. patiniert

Hagenwerder, bis 1937 mit Nikrisch bezeichnet, liegt südlich der Stadt Görlitz direkt an der Lausitzer Neiße und somit an der Grenze zu Polen. Das auf der Medaille dargestellte Herrenhaus befindet sich im alten Teil von Hagenwerder. Im Jahre 1480 erwarb der Görlitzer Kaufmann, Ratsherr und Bürgermeister Georg Emmerich das Dorf Nikrisch. Das Rittergut mit Herrenhaus blieb bis zur Bodenreform im Jahre 1945 in Familienbesitz. Im Jahr 1641 brannte das Rittergut mit Herrenhaus ab. Bald nach Ende des 30jährigen Krieges (1648) wurde das Rittergut mit Herrenhaus unter Leitung des damaligen Besitzer, Gottfried Emmerich, wieder aufgebaut. Das Herrenhaus wurde im Obergeschoss als Fachwerkhaus im fränkischen Stil errichtet. Mitte des 18. Jahrhunderts kam noch ein Anbau hinzu. Der Ort Nikrisch hatte 1933 206 Einwohner. Im Jahre 1952 hatte Hagenwerder 343 Einwohner. Viele Vertriebene von jenseits der Neiße sind in der Nähe ihrer ehemaligen Heimat geblieben. Der Neuaufschluss des Tagebaues Berzdorf hat auch die Einwohnerzahlen angehoben. Mit der Wiederaufnahme der Errichtung des Kraftwerkes Berzdorf 1954 wurde auch die Schaffung einer Industriewohnsiedlung nötig. Ein grosser Teil der Wohnbauten wurden in Hagenwerder errichtet. 1958 wurden die Ladenstraße und das Landambulatorium eröffnet. Die Einwohnerzahl stieg im Jahre 1960 auf 2760 an. Mit Ende der Energieerzeugung 1997 sank die Einwohnerzahl drastisch, so wurden im Jahre 2009 nur 933 Einwohner gezählt.

Die Bronzemedaillen können für 15,00 Euro das Stück, erworben werden!

Zum Festprogramm:http://www.bergmannsfest.de

Im Jahre 2009

Die Bergbaumedaille: Bandabsetzer 1094 A2RsB 8800.110

Der Club der Münzfreunde auf dem Eigen gibt zum Tag des Bergmannes und Energiearbeiters am 05. Juli 2009 seine 10. Bergbaumedaille heraus. In diesem Jahr haben wir den Bandabsetzer 1094 A2RsB8800.110 als Motiv für die Medaille gewählt. Die Entwürfe für Vorderseite und Rückseite wurden von Herrn B. Heppert gezeichnet. Die Vorderseite zeigt die Seitenansicht des Absetzers mit Bandzuführung. Die Umschrift lautet: „BAND-ABSETZER A2RsB 8800-1094 * IM BETRIEB 1973-1996 * 2009„. Die Rückseite der Medaille wurde neu gestaltet, da der alte Rückseitestempel verbraucht ist. Der Entwurf wurde aber nach dem alten Motiv gestaltet. Im Medaillenfeld stehen oben die Jahreszahlen 1835 – 1927 und unten die Jahreszahlen 1946 – 1997. Im Jahre 1835 wurde mit den Abbau der Rohbraunkohle im Tiefbau begonnen und im Jahre 1927 wurde der damalige Tagebau Berzdorf durch die ASW geschlossen. 1946 wurde die Förderung der Braunkohle wieder aufgenommen, da es nach den II. Weltkrieg an Brennstoffen mangelte. 1997 wurde der Abbau der Kohle eingestellt weil der alleinige Abnehmer der Kohle, das Kraftwerk Hagenwerder III, stillgelegt wurde. Im Medaillenfeld steht 4zeilig: /„Glück auf“/, dazwischen Hammer und Schlegel / Braunkohle / aus dem / Berzdorfer Becken /. Geprägt werden die Medaillen in der 1. Dresdner Medaillenmünze Glaser & Sohn. Es werden 50 Medaillen aus Silber, 999fein, mit einen Gewicht von 31,1 g und 50 Stück aus Bronze geprägt. Die Medaillen haben einen Durchmesser vom 40 mm.
Der Bandabsetzer wurde im Jahre 1973 durch den VEB Förderanlagenbau Köthen errichtet. Der Montageplatz befand sich am südlichen Tagebaurand. In Betrieb genommen wurde er am  01. Oktober 1973 im Innenkippenbereich, auf einer Höhe von + 210m ü. NN. Der Absetzer arbeitete in der Hochschüttung. Die Zuführung der Abraummassen aus dem Zugbetrieb erfolgte über den Grabenbunker mit dem Gerät G 1600  und den Gurtbandförderern 25 und 26. Die Innenkippe lag im ehemaligen Bereich Niederschönau und den oberen Bereich  von Berzdorf. Damit war der Absetzer für die Schönauer Bürger immer präsent, selbst nachts mit seinen Geräuschen. 1985 erreichte der Absetzer die Endstellung in der Innenverkippung. Es erfolgte der Transport auf die neue Arbeitsebene + 252 m ü. NN. Die Schüttung der Endböschung gegenüber der Ortslage Schönau-Berzdorf erfolgte in den Jahren bis 1987. Ab 1987 erfolgte in der Hochschüttung die Schaffung der Voraussetzungen für die künftigen Zuführungsbänder GBF 30.1 / 30.2 zur Außenhalde Neuberzdorf. Ende 1988 wurde der Umbau zur Halde Neuberzdorf vorgenommen, Die neue Arbeitsebene befand sich nun auf  + 260 m ü. NN. Der Abschluss der Verkippungsarbeiten auf der Neuberzdorfer Höhe mit der Außerbetriebnahme der Geräte Bandabsetzer 1094, der Gurtbandförderer 25 bis 31 und des Schaufelrad- baggers 1284 (siehe Medaille Schaufelradbagger) erfolgte im Dezember 1993. In den Jahren Dezember 1988 bis Ende 1993 wurden ca. 85 Mio. m³ Abraum im Kippenbereich der Neuberzdorfer Höhe verstürzt. Die höchste Erhebung liegt bei 323m. Auf dem Absetzer arbeiteten 4 Bergleute, der Absetzerfahrer ,der Zwischenfördererfahrer und 2 Maschinisten im 4 Brigade- 3 Schichtsystem.  

Technische Daten:185m lang, 49m hoch, 110m Auslegerlänge, 3 Raupenpaare als Fahrwerk, Zwischenförderer mit 2 Raupen, 80m Kurvenradius und Steigung 1:50

Zur Typenbezeichnung: 1094 - Zählnummer, 10 für Absetzer / A2 - Absetzer, zweiteilig / R - Raupenfahrwerk / s - schwenkbar / B - Bandanlage / 8800 - theoretische Leistung in qm/std. / 110 - Länge des Ausleger in m /

S. Seidel, Club der Münzfreunde auf dem Eigen, mit freundlicher Unterstützung durch Herrn J. Neumann





Der Entwurf zur  Medaille: Aussichtsturm Neuberzdorfer Höhe
Baubeginn für den Turm war im Monat Oktober 2007. Rechts im Bild, am Horizont, ein Blick auf Jauernick.
Die  Rückseite  der  Medaille  zeigt  die  Landkarte  des  Dreiländereck  Deutschland -  Polen  -  Tschechin.  Diese  RS  wurde  bereits  bei  anderen  Medaillen  verwendet.

Die Arbeiten am Turm haben begonnen. Aufnahme v. 28.10.2007

Aufnahme vom 15. Feb. 2008. Der Turm hat jetzt eine Höhe von ca. 18m.

Der Turm ist im Rohbau fertig. Aufn. v. 30.03.08

Die Medaille Aussichtsturm Neuberzdorfer Höhe

Im Süden der Stadt Görlitz entsteht aus dem ehemaligen Tagebau Berzdorf der Berzdorfer See. Durch den Planungsverband Berzdorfer See wurden mehrere Projekte für die weitere touristische Entwicklung am See erarbeitet. Die Errichtung eines Aussichtsturm war eines dieser Vorhaben. Durch die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft ( LMBV ) wurde das Projekt zur Planung ausgeschrieben. Die Entwurfsplanung der Firma Schmidt & Schindler – Architekten & Ingenieure, aus Görlitz,  wurde angenommen. Dieser Plan sieht einen Stahlbetonschaft mit einer Höhe von 26 m vor, um den die Treppen nach oben führt. Vier weitere seitliche Stahlbetonschäfte geben der Konstruktion den nötigen Halt. Auf 19,25m und 21,00m werden Aussichtsplattformen errichtet.  Der Standort des Turmes befindet sich auf der Neuberzdorfer Höhe, einer sehr großen Abraumhalde des ehemaligen Tagebaues Berzdorf. Diese Bergbaufolgelandschaft ist wie ein Berg geformt worden. Unterhalb des Gipfel, auf der südlichen Seite befindet sich der Standort des Turmes. Der Name Neuberzdorfer Höhe ist abgeleitet von dem kleinen Ort Neuberzdorf; welcher sich früher darunter befunden hatte. Mitte Oktober 2007 begann die Firma NYLA aus Niesky mit den Bau des Turmes vor Ort. Bis Ende März 2008 will die Firma ihre Arbeiten beenden. Danach folgen Restarbeiten, wie Farbanstrich, Wegebau und anderes. Von dem Turm wird man einen sehr guten Blick auf den See und den künftigen Golfplatz haben. Bei guter Sicht sind Riesengebirge, Isergebirge und das Lausitzer Bergland gut zu betrachten. Zum Erlebnistag Berzdorfer See, am 28. Juni 2008, wird der Aussichtsturm durch den Bauherrn LMBV feierlich eröffnet. Der Club der Münzfreunde auf dem Eigen gibt aus diesem Anlass eine Medaille heraus. Die Vorderseite der Medaille zeigt den Aussichtsturm aus südlicher Richtung. Rechts neben den Turm sieht man im Hintergrund Teile von Jauernick mit der  Kirche, die den Heiligen Wenzel gewidmet ist. Jauernick beging 2002 seine 1025-Jahrfeier. Gestaltet wurde die Ansicht von Herrn Michael Voigt aus Neusalza-Spremberg. Die Rückseite zeichnete Herr Bernhard Heppert aus Ostritz. Sie zeigt die Landkarte des Dreiländereck Polens, Tschechiens und Deutschlands bis Görlitz und Zgorzelec. Die Lage des Ortes Schönau-Berzdorf auf dem Eigen wurde wegen des dortigen Sitzes des “Club der Münzfreunde auf dem Eigen“ eingetragen. Hergestellt werden die Medaillen in der 1. Dresdner Medaillenmünze. Es werden voraussichtlich 50 Medaillen aus Silber und 50 Medaillen aus Bronze geprägt. Ausgegeben und verkauft werden die Medaillen am 28. Juni 2008 zur Eröffnung des Aussichtsturmes.




Die Medaille „Technisches Denkmal Kraftwerk Hirschfelde“ 

 Das 16. Mitteldeutsche Münzsammlertreffen im Jahre 2008 wurde an den Club der Münzfreunde auf dem Eigen und an den Numismatischen Club zu Görlitz vergeben. In der Folge wurden Sponsoren für diese Veranstaltung gesucht. Die Firma Biq Standortentwicklung und Immobilienservice, eine Tochter von Vattenfall mit Teilstandort Hagenwerder, wurde dazu angesprochen. In diesen Gespräch wurde von seitens Biq der Wunsch geäußert, für das Technische Denkmal und Museum Kraftwerk Hirschfelde eine Medaille zu schaffen. Der Club der Münzfreunde auf dem Eigen übernahm diese Aufgabe. Es folgten mehrere Gespräche in Hagenwerder und in Hirschfelde, bis alles richtig abgestimmt war. Die Entwürfe zeichnete wieder der Ostritzer Bernhard Heppert. Geprägt wurden die Medaillen in der 1. Dresdner Medaillenmünze Glaser & Sohn. Am 16. Mai 2008 wurde die Medaille an Biq ausgeliefert. Die Vorderseite der Medaille zeigt das Emblem des Museumsvereins, die Umschrift „KRAFTWERK HIRSCHFELDE“ und die Jahreszahlen „1911 – 1992“. Im Jahre 1911 wurde im Werk I die erste Maschine mit einer Leistung von 3,2 Megawatt in Betrieb genommen. Nach Fertigstellung hatte das Werk eine Leistung von 25,5 MW. In den Jahren 1918 –1929 wurde das Werk II errichtet und 1954 – 1958 folgte die Vorschaltanlage. So verfügte das Kraftwerk Hirschfelde eine Gesamtleistung von 330 MW. Im Jahre 1992 wurde das Kraftwerk außer Betrieb genommen. Das Emblem des Museumsverein zeigt symbolisch eine Turbine mit angekoppelten Generator. Die Rückseite der Medaille zeigt die Maschine 5 des Werkes II, bestehend aus Mitteldruckturbine, gefolgt von der doppelflutigen Niederdruckturbine, welche mit den 2 Überströmbögen mit den Mitteldruckteil dampfseitig verbunden ist. Anschließend folgt der Generator mit einer Leistung von 40  MW. In der Mitte der Niederdruckturbine steht das Firmenzeichen „AEG“, für den Hersteller des gesamten Maschinensatzes. Die Umschrift „ TECHNISCHES DENKMAL“ steht für die jetzige Nutzung des Maschinensatzes. Die Maschine 5 wurde mit einer Drehzahl von 1500 U/min betrieben und mit einen Frischdampfdruck von 15 bar und einer Temperatur 375-400 C° angetrieben. Sie war von 23.10.1929 bis 23.11.1992 in Betrieb.

Herausgeber:      Förderverein Technisches Denkmal & Museum Kraftwerk
                       Hirschfelde
Entwurf:            Bernhard Heppert, Ostritz
Gravur:             Ralf Exner, 1. Dresdner Medaillenmünze Glaser & Sohn Prägungen:        1. Dresdner Medaillenmünze Glaser & Sohn
Durchmesser:     40mm
Auflage:            105 Stück Bronze; Stempelglanz
                       105 Stück Bronze; patiniert
                          8 Stück Feinsilber; Stempelglanz; 31,1g
                        12 Stück Feinsilber; patiniert; 31,1g

Bemerkung: Die Silbermedaillen und je 5 Bronzemedaillen sind für den Club der Münzfreunde auf dem Eigen. Die Bronzemedaillen können im Kraftwerk Hirschfelde während der Öffnungszeiten erworben werden.

Web: www.kraftwerk-hirschfelde.de

Die Medaille „775 Jahre Bernstadt a. d. E. und Altbernsdorf a. d. E.“  

 Im Jahre 2009 feiern Bernstadt und Altbernsdorf gemeinsam das Jubiläum der ersten urkundlichen Erwähnung. 1234 wurde der Ort Bernhardisdorf in einer Urkunde erstmals benannt. Erst 1280 wurde in einer Urkunde der obere Teil des Ortes Bernhardisdorf, auf einer günstigen Anhöhe liegend,  als Stadt bezeichnet. Es waren 2 Orte, mit unterschiedlichen Rechten entstanden. Daraus entwickelten sich das heutige Bernstadt und Altbernsdorf. Einige Gemeinsamkeiten haben sich bis heute erhalten. Es gibt nur eine Kirchengemeinde und eine Schule für beide Orte. 1994 wurde Altbernsdorf an die Stadt angegliedert. Auf Wunsch der Stadtverwaltung Bernstadt übernahm der Club der Münzfreunde auf dem Eigen die Herstellung einer Medaille zu diesem Jubiläum. Die neue Medaille zeigt auf der Vorderseite das Wappen der Stadt Bernstadt auf dem Eigen und das Signet von Altbernsdorf auf dem Eigen. Das Bernstädter Wappen zeigt einen offenen Torturm mit Zinnen und Spitzdach sowie nach links und rechts führende Mauern mit Zinnen. Eine Stadtmauer hat Bernstadt niemals gehabt, aber 3 Stadttore gab es schon. Es waren das Görlitzer Tor, das Bautzner  Tor und des Zittauer Tor, welche 1825 und 1826 abgerissen wurden. Diese Darstellung des Stadtwappen wurde in ähnlicher Form schon in der Mitte des 16. Jahrhunderts verwendet. Das Signet des jetzigen Ortsteil Altbernsdorf geht auf eine Zeichnung des Görlitzer Graphiker Günter Hain für das Titelbild der Festschrift „750 Jahre Altbernsdorf“ zurück. Im Vordergrund ist die Weisebrücke zu sehen, dahinter das Wohnhaus des Rengergutes. Im Hintergrund ist der Burgberg zu sehen, auf diesen befinden sich  die Reste einer Slawenschanze. Die Rückseite der Medaille zeigt die Landkarte des Eigenschen Kreises, mit Darstellung der Bernstädter Kirche, des Altbernsdorfer Bauernhauses „Bergengler“, ein Schönauer Bauernhaus als Umgebindehaus gegenüber des Schulsteges, in Kiesdorf den jetzigen Kindergarten, in Dittersbach die Obermühle, in Neundorf die Windmühle und in Kunnersdorf ein Haus an der Pließnitz. An Gewässern sind die Pließnitz, die Gaule und die Weißbach eingezeichnet. Weiterhin sind der Große und der Kleine Nonnenwald zu sehen. Diese Medaillenseite ist bereits bei mehreren Medaillen vorhanden. Den Entwurf der Medaillenvorderseite zeichnete Herr Bernhard Heppert aus Ostritz. Er hat für unseren Club der Münzfreunde schon an mehreren Medaillenentwürfen mitgearbeitet. Geprägt wurden die Medaillen in der 1. Dresdnermedaillenmünze Glaser & Sohn. Es wurden 103 Medaillen in Kupfer und 50 Medaillen in Silber mit einen Gewicht von 25 Gramm für die Stadtverwaltung Bernstadt geprägt. Diese Medaillen sind im Bernstädter Rathaus erhältlich. Für den Club der Münzfreunde auf dem Eigen wurden 35 Medaillen mit einen Gewicht von 31,5 Gramm hergestellt. Davon  wurden 15 Stück patiniert, man kann auch sagen, sie wurden geschwärzt. 
 S. Seidel, Club der Münzfreunde auf dem Eigen

Siehe: http://www.bernstadt.info

Im Jahre 2007:

      
Es wurden keine Medaillen ausgegeben.



VorderseiteRückseite


Die Medaille 700 Jahre Kunnersdorf auf dem Eigen
Das 700-jährige Kunnersdorf ist ein kleines Dorf, im Tal des Flüßchen Pließnitz gelegen. Seit 1957 ist der Ort in die Stadt Bernstadt eingemeindet. Die Medaille zeigt auf der Vorderseite das Ortslogo von Kunnersdorf. Vorn ist die sächsiche Kleinbahnlok IV K mit der Nummer 99555 dargestellt, dahinter das ehemalige Gasthaus „Zum Friedrichstein“, welches um 1960 als solches geschlossen wurde. Der Name „Friedrichstein“ geht auf die Anwesenheit Friedrich des Großen im Jahre 1757 in Bernstadt zurück. Im Hintergrund liegt der Hang des Pließnitztales. Durch den Ort verlief früher die Kleinbahnstrecke Bernstadt/Sa. - Herrnhut. Nach dem II. Weltkrieg wurde die Bahnstrecke demontiert und in die damalige Sowjetunion verbracht. Die Lok IV K war auf der Strecke Bernstadt - Herrnhut seit 1926 eingesetzt, kann aber 1945 nicht auf dieser Strecke eingesetzt gewesen sein. Sie wäre dann den Reparationsleistungen an die UdSSR zum Opfer gefallen. Heute befindet sich die Lok im Bahnhof Bertsdorf der Zittauer Schmalspurbahnen als Denkmalslok.
Den Entwurf der Vorderseite zeichnete Herr B. Heppert aus Ostritz. Die Rückseite trägt die Landkarte des Eigenschen Kreises. Dieses Motiv wurde schon bei früheren Medaillen verwendet. Geprägt wurden die Medaillen in der 1. Dresdner Medaillenmünze Glaser & Sohn. Es wurden folgende Medaillen geprägt:
40 Stück Silber, 999fein, 31,5 gr., Stempelglanz, davon 13 Stück patiniert 30 Stück Silber, 999fein, 25,0 gr., Stempelglanz,
107 Stück Bronze, patiniert



VorderseiteRückseite

Die Medaille
25 Jahre Club der Münzfreunde auf dem Eigen
Am 25. Februar 2006 feiert der Club der Münzfreunde auf dem Eigen sein 25-jähriges Bestehen.. Aus diesem Anlass wurde eine Medaille in der 1. Dresdner Medaillenmünze Glaser & Sohn geprägt. Den Entwurf zeichnete Herr B. Heppert aus Ostritz. Es wurden 45 Silbermedaillen geprägt. Auf der Vorderseite der Medaille wird eine Burganlage dargestellt. Diese Burg soll im Mittelalter auf dem Schönauer Hutberg gestanden haben. Einen Nachweis über die Existenz dieser Anlage gibt es nicht, nur sehr geringe Mauerreste lassen auf eine frühere Befestigung schließen. Das Bild der Burg ist im Vereinssignet aufgenommen worden. In der unteren Hälfte der Vorderseite der Medaille stehen die Namen der Vereinsmitglieder. Die Rückseite der Medaille ist dem späten Mittelalter gewidmet. Sie zeigt Münzen aus der Zeit der Besiedlung der späteren Oberlausitz. Im oberen Teil der Medaille ist ein Görlitzer Heller mit der Wenzelkrone dargestellt. Dieser wurde in der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts geprägt und war nicht nur in der Oberlausitz im Umlauf. Auf Grund hoher Kosten beim Prägen von kleinen Münzen fehlte in dieser Zeit immer Kleingeld. Der Görlitzer Heller war im Silberwert stark unterwertig, so dass ein Einschmelzen der Münzen nicht lohnend war und er dadurch immer zur Verfügung stand. Im linken Teil des Medaillenfeldes ist ein in der Görlitzer Münze geschlagener Brakteat zu sehen. Ein Brakteat ist ein Pfennig, der aus sehr dünnem Silberblech hergestellt wurde und nur in einer bestimmten Region gültig war. Die Brakteaten waren das Geld des 12. und 13. Jahrhunderts. Mindestens einmal im Jahr wurden sie „verrufen“, man musste 12 alte Pfennige gegen 9 neue Pfennige tauschen, eine Art Steuer im Mittelalter. Die dritte Münze stellt einen Prager Groschen dar. Im Jahre 1300 führte der böhmische König Wenzel II. nach französischem und italienischem Vorbild diese neue Münze ein. Sie war bedeutend schwerer, im gesamten Königreich gültig und wurde nicht „verrufen“; ein Gewinn für den Handel. Dieser Münztyp wurde sehr schnell von den benachbarten Ländern übernommen.





Dies ist der Entwurf für die geplante Medaille "Bandabsetzer".
Diese Medaille konnte im Jahre 2006 nicht realisiert werden, nun ist sie im Jahre 2009 geplant.







Bergbaumedaille: Zugabsetzer AS 1120-1028

Der Club der Münzfreunde auf dem Eigen hat zum Tag des Bergmannes, am 03. Juli 2005 seine 9. Bergbaumedaille herausgegeben. Den Entwurf gestaltete wieder Herr Bernhart Heppert. Die 1. Dresdner Medaillenmünze Glaser & Sohn übernahm die Prägung der Medaillen. Es wurden geprägt: 25 Stück Silber, stempelglanz ; 25 Stück Silber, patiniert; 25 Stück Kupfer, stempelglanz und 25 Stück Kupfer, patiniert. Das Gewicht der Silbermedaille beträgt 1 Unze/999 fein. Die Medaille hat einen Durchmesser von 40mm. Im Tagebau Berzdorf waren neben anderen Absetzern 2 Zugabsetzer vom Typ AS 1120 im Einsatz. Auch nach der Errichtung von Bandanlagen zur Förderung von Kohle und Abraum anfangs der siebziger Jahre wurden die beiden Zugabsetzer weiterhin benötigt.   Zugabsetzer AS 1120-1020 Der Zugabsetzer AS 1120 wurde im Jahre 1958 vor dem damaligen Bahnhof Deutsch-Ossig montiert und ging am 29.09. 1958 auf der Halde Deutsch-Ossig-Nord in Betrieb. Hersteller war Firma Abus Köthen. Der Inhalt der Eimerkette beträgt 1600 Liter. Nach der Typenbezeichnung dürften es nur 1120 Liter sein, aber dieser Absetzer  wurde von Anfang an  mit stärkerer Eimerkette und Abwurfband ausgelegt. Seine theoretische Leistung betrug 2690 qm/h. Das Dienstgewicht lag bei 1050 t, davon das Ballastgewicht 34 t. Die Länge des Abwurfbandes betrug bis Mitte Absetzer 59,2 m. Der Absetzer konnte um 180° geschwenkt werden. Die Kippenhöhe betrug bei 17° Bandneigung 18 m. Für den Antrieb der Anlage war eine Elektroanlage mit einer Spannung von 6 kV und einer Nennleistung von 3000 kW vorhanden. Das Fahrwerk des Absetzers bewegte sich auf 2 Gleisen mit einer Spurweite von 1435 mm und einem Abstand von 12,75 m. Der Absetzer nahm auch aus dem Kraftwerk Hagenwerder die Asche auf. Diese wurde im Graben mit dem Abraum vermischt. 1962 wurde die Halde bei Deutsch-Ossig geschlossen. Der Absetzer wurde im Sommer 1962 über eine Fahrstrecke von 8 km in die Innenkippe des Tagebaues gebracht. Er musste dabei auch die Eisenbahnstrecke Görlitz-Zittau überqueren. Auf der Innenkippe war er bis Ende 1991 eingesetzt. Der Tagebau Berzdorf hatte damals den Ort Deutsch-Ossig erreicht und dort lag weniger Abraum vor. Der Zugabsetzer wurde nicht mehr benötigt und ist vor Jahren verschrottet worden.   Der Zugabsetzer AS1120-1028 Der Zugabsetzer AS 1120-1028 wurde im Jahr 1968 in Schönau-Berzdorf a. d. Eigen montiert und von dort in die damalige Innenkippe verbracht. Die Innenkippe lag in dieser Zeit auf den ehemaligen Fluren von Niederschönau und Berzdorf. Dieser Absetzer ist typengleich mit dem AS1120-1020, lediglich das Abwurfband war 6,50 m länger. Seine Aufgabe war es auch neben dem Abraum Asche des Kraftwerkes zu verstürzen. Die Stilllegung des Absetzers erfolgte 1993, danach wurde er auch verschrottet.
Club der Münzfreunde auf dem Eigen / S. Seidel


  • Im Jahre 2004:

Bergbaumedaille Neißeflutung

Aus Anlass der Flutung des künftigen Berzdorfer See von der Neiße, am 18. Feb. 2004, haben wir nachträglich auf dieses Ereignis eine Medaille herausgegeben. Die Flutungsanlage Neiße bringt den Hauptteil des Wassers für den Berzdorfer See. Ferner ist diese Anlage einmalig in der Rekultivierung von Tagebaurestlöchern. Die Zulaufanlage beginnt mit einen Entnahmebauwerk mit Fischscheuchanlage an der Neiße. Danach folgt ein Klappenschacht, zum Abstellen der Flutungsanlage bei Arbeiten an der Anlage. Das Wasser wird in einer doppelten Stahlbeton/Stahlrohrleitung mit einen Durchmesser je 1,60 m und 440m Länge weiter geführt. Danach verjüngen sich die Leitungen auf 1m Durchmesser und werden mit PE-Leitungen bis auf einen Ponton geleitet. Das Wasser wird durch einen Kegelauslaufschieber in  den See eingeleitet. Dieser Schieber dient auch zur Regulierung der Wassermenge. Der Ponton hat ein Gewicht von 120t und ist mit einen Antikränungssystem ausgestattet. Letzteres bring den Ponton bei unterschiedlichen Lasten durch den Wasserdurchfluss immer in die richtige Lage zu den angeflanschten Rohrleitungen. Die einzelnen PE- Rohrleitungsstücke sind 50m lang und werden mit steigenden Wasserspiegel zurückgebaut. Zwischen Neiße und Ponton bestand Anfangs ein Höhenunterschied von 60 m.  Deshalb ist der Ponton fest verankert. Errichtet wurde die Anlage in den Jahren 2002/3. Der Probebetrieb fand im Dezember 2003 statt. Der offizielle Flutungsbeginn konnte erst am 18. Februar 2004 beginnen, da die Neiße nicht eher ausreichend Wasser führte. Die Lausitzer Neiße ist der Grenzfluß zur Republik Polen. Dies verlangte Verträge mit der polnischen Regierung über die Entnahme von Neißewasser zur Einleitung in den künftigen Berzdorfer See. So ist festgelegt, das an der Wasserentnahmestelle bei einen Durchfluss über 13,3 qm Wasser /sek. von der darüber liegenden Menge 50% entnommen werden können. Durch die anhaltende  Trockenheit in der Oberlausitz konnte die Anlage noch nicht wie gewünscht genutzt werden. Am 17. Juli 2004 betrug die Durchflussmenge des Neißewasser nur 4,7 qm/sek., aber nach einen kräftigen Gewitterregen am 20. Juli konnte die Anlage kurzzeitig angestellt werden. Das Ziel im Jahre 2007 die Flutung zu beenden dürfte fraglich sein. Zu Ende der Flutung ist der See ca. 950 ha groß und max.  70 m tief. Ein neues Erholungsgebiet entsteht.
Es wurden folgende Medaillen in der 1. Dresdner Medaillenmünze geprägt: 30 Stück Silber, stgl. und 30 Stück Silber, patiniert sowie 30 Stück Kupfer, stgl. und 30 Stück Kupfer, patiniert.
Herr Heppert aus Ostritz schuf wieder den Entwurf für die Vorderseite. Er  zeigt die Flutungsanlage  Neiße aus der Vogelperspektive. Zu sehen ist die Rohrleitung, im oberen Bereich mit Sand abgedeckt. Diese führt zum Ponton mit den Sprühdüsen. Das Wasser wird über den Wasserspiegel verteilt. Links oben, hinter den Böschungsrand sind Häuser des ehemaligen Ort Deutsch-Ossig erkennbar, welche nicht der Zerstörung des Ortes zum Opfer fielen. Das Bild macht deutlich mit welchem Gefälle des Wasser in den See fließt.   Die Rückseite der Medaille wurde Herrn Heppert vorgegeben. Mit dieser Landkartendarstellung soll die Region am Dreiländereck vorgestellt werden und somit jetzt schon für den künftigen Tourismus geworben werden. Dieser Stempel wurde auch für die Medaillen „Flutung des Berzdorfer See durch die Pließnitz” am 1. Nov. 2002 und „Einweihung des Grenzübergang Hagenwerder” am 06. Nov. 2003 verwendet.

Vorderseite
Rückseite


  • Im Jahre 2003

Eröffnung des Grenzüberganges Hagenwerder/Radomierzyce

Kraftwerk Hagenwerder III



 Während des II. Weltkrieges wurde mit den Bau eines Kraftwerkes in der Nähe des ehemaligen Tagebaues Berzdorf begonnen. Doch das Kriegsende beendete auch den Bau des Kraftwerkes. Bereits eingebaute Technik mußte demontiert werden und wurde in die Sowjetunion verbracht. Im Jahre 1951 wurde beschlossen den Bau des Kraftwerkes neu zu beginnen. Der Bauanfang lag im Jahre 1954 und am 06. Sep. 1958 konnte der erste Strom geliefert werden. Insgesamt war im Juni 1960 der Bau des Kraftwerk Berzdorf abgeschlossen. In den folgenden Jahren wurde das Kraftwerk Hagenwerder II errichtet, welches 1963 seinen Abschluß fand. Damit erhielt das Kraftwerk eine installierte Leistung von 500 MW. Durch den immer mehr steigenden Energiebedarf in der DDR wurde beschlossen ein weiteres Kraftwerk, das Kraftwerk Hagenwerder III, zu errichten. Am 9 Okt. 1970 erfolgte die Grundsteinlegung für das neue Kraftwerk. Es wurden 2 Kraftwerksblöcke mit je 500 MW gebaut. Der erste Strom konnte am 3. Juni 1974 erzeugt werden. Bei voller Leistung verbrauchte das Kraftwerk 40.000 - 50.000 Tonnen Rohbraunkohle pro Tag, je nach Kohlequalität. Diese kam vorwiegend aus dem Tagebau Berzdorf, das heißt der Tagebau Berzdorf lieferte über Bandanlagen nur für die Kraftwerke Hagenwerder. Es gab aber auch eine Möglichkeit der Bekohlung aus anderen Tagebauen. Das Kraftwerk Hagenwerder III war Vorbild bei der Errichtung der Kraftwerke Boxberg III und  Jenschwalde. Diese sind mit der gleichen Technik ausgestattet. Nach 1990 sank der Energiebedarf rasant. Die Umweltschutzgesetze verlangten eine Nachrüstung der Kraftwerke mit Entschwefelungsanlagen. Der Vorrat an Rohbraunkohle in den Tagebau Berzdorf war nur noch begrenzt. Diese beiden Faktoren führt bei der Leitung der Vereinigte Energiewerke AG zum Beschluß Kraftwerk Hagenwerder III still zu legen. Die beiden anderen Werke waren bereits stillgelegt. Am 28. Dez. 1997 erfolgte die endgültige Stillegung des Werkes III, welches in Folge auch zur gleichzeitigen Schließung des Tagebau Berzdorf führte. Dominierend sind auf dem Bild der Medaille der Schornstein, die Dampferzeuger und die Kühltürme. Maschinenhaus und Bunkerschwerbau verschwinden fast vor den 80 Meter hohen Dampferzeuger. Rechts im Bild ist die Bandanlage zum Transport der Rohbraunkohle in den  Bunkerschwerbau erkennbar, dahinter das Sozialgebäude. Die Kühltürme wurden in der Zeichnung etwas zurechtgerückt, sie standen etwas weiter vom Kraftwerksgebäude ab. Es wurden folgende Medaillen in der 1. Dresdner Medaillenmünze geprägt:              
40 Stück Silber, stgl.; 40 Stück Silber ox.; 35 Stück Kupfer, stgl. und
35 Stück Kupfer, ox.

  • Im Jahre 2002:

Pließnitzflutung - Flutungsbeginn



    Medaille zur Flutung des ehemaligen Tagebau Berzdorf
Am 1. November 2002 wurde begonnen den ehemaligen Tagebau Berzdorf über einen Zulauf von dem Flüsschen Pließnitz,  zu fluten. Der künftige Berzdorfer See ist im Entstehen. Dem vorangegangen waren Jahre der Rekultivierung. Bereits im Jahre 1995, bei laufender Kohleförderung, wurde im Tagebaubereich mit dem Bagger SRs 1200-1452 (siehe vorherige Medaille) mit der Sanierung begonnen. Diese wird auch in den nächsten Jahren fortgesetzt. Der Tag des Flutungsbeginns wurde mit einen Fest begannen, welches von ca. 2000 Personen besucht wurde.
Die Zulaufanlage Pließnitz – Berzdorfer See beginnt an der Pließnitz mit einen Einlaufbauwerk mit Fischtreppe und Mahlbusen. Das Wasser läuft zunächst in einen 800m langen Graben mit 2 Brückendurchlässen. Die erste Brücke, mit Maulprofil und Steuereinrichtung dient zur Regulierung der Wassermenge. Am Grabenende befindet sich eine Sohlrampe mit Tosbecken. Dem schließt sich eine 208m lange Betonrinne an. Danach folgte am Anfang der Flutung eine 1200m lange PC-Rohrleitung (PE HD 1000), die das Wasser bis auf den Grund des ehemaligen Tagebaues führte. Diese Leitung war nötig, damit die Böschungen nicht ausgespült wurden. Die Rohrleitung wurde mit steigendem Wasserspiegel zurück gebaut. Die Kapazität der Anlage beträgt 2,5 m³/s. Es darf nur Wasser der Pließnitz entnommen werden, wenn ein Mindestabfluß in der Pließnitz von 0,4 m³/s und in der Neiße von 13,3 m³/s gewährleistet ist. Die Zulaufanlage dient nach der Flutung zur Regulierung des Seewasserspiegels.
Der Entwurf der Medaille stammt von Herrn Heppert aus Ostritz. Der Stempel und die Medaillen werden in der 1. Dresdner Medaillenmünze Glaser & Sohn hergestellt. Es wurden geprägt: 35 Stück Silber in Stempelglanz; 35 Stück Silber patiniert; 35 Stück Kupfer in Stempelglanz und 35 Stück Kupfer patiniert; sowie 160 Stück Kupfer vergoldet (nur für LMBV ) und 95 Stück aus Zinn für Silvestereintrittskarten. Die Vorderseite: Hier entwickelte Herr Heppert seine ganz persönlichen Vorstellungen von dem künftigen Berzdorfer See. Im Vordergrund ist der Wassereinlauf von der Pließnitz und dahinter der See zu sehen. Mit den Strandkörben und den Segelbooten weist er auf die künftige  Nutzung des Gewässers hin. Im Hintergrund sind die rekultivierten Halden und die vorhanden Berge angedeutet. Mit den Strahlen der Sonne wird die Medaillenseite ausgefüllt und belebt. Die Rückseite: Die Gestaltung der Medaillenrückseite wurde Herrn Heppert vorgegeben. Mit dieser Landkartendarstellung soll die Region am Dreiländereck vorgestellt werden und somit jetzt schon für den künftigen Tourismus geworben werden. Diese Darstellung erlaubt eine weitere Nutzung des Prägestempels für andere zu schaffende Medaillen, so aus Anlass der Einweihung der Neißebrücke und des Grenzüberganges nach Radmeritz / Radomierzyce am 06. Nov. 2003. Der Stempel konnte auch bei der Medaille Neißeflutung im Jahre 2004 Verwendung finden.



Der künftige Berzdorfer See am 4. April 2007: Blick auf den Pließnitzeinlauf, im Hintergrund das Riesengebirge. Die Wasserhöhe beträgt jetzt 51m, von zukünftig 72m.
Bis Ende 2007 ist die Wasserhöhe auf 53m angestiegen.

Bild von 30.03.08, die Wasserhöhe betrug 55 m. Mitte April 57 m und Jan 2009 59 m.
Aufnahme 20.03.2009: Der Wasserstand war Anfangs April auf 63m angestiegenm und Anfangs Juli auf 64m.
Das Einlaufbauwerk, gleichzeitig auch Staßenbrücke, im März 2009
Das Einlaufbauwerk bei der Schneeschmelze Ende Feb. 2009

Der Flutgraben während der Schneeschmelze am 02.03.2009

Weitere Infos unter: www.info-berzdorfer-see.eu/
  • Weitere Medaille im Jahr 2002

Der Schaufelradbagger SRs 1200a-1452 des ehemaligen Tagebau Berzdorf

Die Kohleförderung im ehemaligen Tagebau Berzdorf wurde im Dezember des Jahres 1997 eingestellt, da der Hauptabnehmer der Rohbraunkohle, das Kraftwerk Hagenwerder die Energieerzeugung beendete. Die technischen Anlagen des Tagebaues wurden weitgehend verschrottet. Einige Geräte wurden in der Sanierung des ehemaligen Tagebaues eingesetzt, so auch der Schaufelradbagger SRs 1200a-1452. Dieser Bagger wurde im Jahre 1961 im Tage-  bau Phönix-Nord, südlich von Leipzig, durch  den VEB Schwermaschinenbau Lauchhammer errichtet. Dort wurde er nach Jahren demontiert und im Dezember 1970 im Tagebau Berzdorf erneut in Betrieb genommen. Er wurde im Abraum wie auch in der Kohle eingesetzt. Zuletzt in der Sanierung des ehemaligen Tagebaues Berzdorf. Am 11.12. 2000 wurde der Bagger außer Dienst gestellt.  An diesen Tag wurden noch der letzte Absetzer A2RsB-4000/1099 und die noch teilweise vorhandenen Bandanlagen ebenfalls Stillgesetzt. Die letzte Fahrt des Baggers erfolgte am 26.10. 2001 auf seinen jetzigen Standort gegenüber dem Bahnhof Hagenwerder. Durch die Initiative vieler ehemaligen Bergleute konnte der Schaufelradbagger vor der Verschrottung gerettet werden. Der Verein für Arbeitsmarkt- und Regionalentwicklung e.V. in Görlitz will den Bagger als technisches Denkmal übernehmen. Unterstützung findet er bei dem Verein bergbaulicher Zeitzeugen Berzdorf-Oberlausitz. Über eine ABM-Maßnahme wird der Bagger auf seine Zukunft vorbereitet. Am 06. Juli konnte der Schaufelradbagger erstmalig der Öffentlichkeit  vorgestellt werden. Nach Abschluß der Arbeiten am Großgerät übernimmt der Verein für Arbeitsmarkt- und Regionalentwicklung e.V. den Bagger mit allen Rechten und Pflichten.

Einige Daten zum Bagger:                                                              
                               Höhe 36m, Länge 70m und Breite 47,85m                    
                               Dienstmasse 1940t und Fördervolumen 2130m3/h
ZurTypenbezeichnung:                                                                          
                              SRs Schaufelradbagger auf Raupen, schwenkbar                               1200 Literinhalt einer Schaufel                                                               1452 fortlaufende Nummer für Bagger aus der DDR
                                                                                                        
Bergbaumedaille „Schaufelradbagger”

Der Club der Münzfreunde Auf dem Eigen gibt einmal jährlich zum Tag des Bergmannes eine Bergbaumedaille zum Thema „Kohle aus dem Berzdorfer Becken” heraus. In diesem Jahr wurde der Schaufelradbagger gewählt. Es ist die sechste Medaille aus dieser Reihe.  Den Entwurf des Baggermotiv schuf B. Heppert aus Ostritz. Geprägt wurde die Medaille bei 1. Dresdner Medaillenmünze, wie alle anderen auch.     30 Stück Silber, Stempelglanz     30 Stück Silber, patiniert     30 Stück Kupfer, Stempelglanz     30 Stück Kupfer, patiniert Die bisherige Anzahl von 120 Stück wird bei Bedarf auf max. 150 Stück erhöht. Das Gewicht der Silbermedaille beträgt 1 Unze / 999fein. Der Preis der Medaille in Silber ist 25 Euro und in Kupfer 10 Euro. Bei Bestellungen ab 25 Euro wird kein Porto in Rechnung gestellt.

Text stammt aus dem Jahre 2002 !

 Weiteres zum Bagger unter: http://www.bagger1452.de  

  • Im Jahre 2001

Bergbaumedaille Untertägige Entwässerung

Im August 2001 gab der Club der Münzfreunde auf dem Eigen seine fünfte Berzdorfer Bergbaumedaille heraus. Mitte des Jahres 2001 wird die seit dem Jahre 1950 betriebene untertägige Entwässerung eingestellt. Nachdem im Jahre 1946 der alte Tagebau Berzdorf wieder erschlossen wurde machte sich mit der Vergrößerung der Grube eine Entwässerung nötig. 1949 begann man mit der Erschließung des Tiefbaues. Die in den 60er Jahren eingeführte  Entwässerung  mit  Tiefbrunnen  machte  die untertägige Entwässerung nicht überflüssig. Das gesamte Streckensystem hat eine Läge von ca. 50 km. Der auf der Medaille dargestellte Förderturm des Schachtes 3 wurde im Jahre 1966 errichtet. Hier befinden sich die Stollen in einer Tiefe von 80m. Im Hintergrund ist der letzte Schaufelradbagger, vom Typ SRs 1452, dargestellt. Dieser wurde am 11. Dez. 2000 außer Dienst gestellt. Von dieser Medaille wurden insgesamt 100 Stück in Kupfer und Silber geprägt, davon 25 Stück Silber, stempelglanz; 25 Stück Silber, oxiediert; 25 Stück Kupfer, stempelglanz; 25 Stück Kupfer, oxiediert; geprägt in der 1. Dresdner Medaillenmünze; Durchmesser 40 mm; Silber: 999 fein, 1 Unze; Kupfer  23 gr.
Der Entwurf stammt von Herrn Bernhard Heppert, aus Ostritz.

20 Jahre Club der Münzfreunde Auf dem Eigen

Am 27. Februar 1981 trafen sich 11 Münzfreunde in der damaligen Mittelschule von Schönau-Berzdorf auf dem Eigen um eine Fachgruppe Numismatik im Kulturbund der DDR zu gründen. Es hat lange gedauert bis diese Gruppe als solche anerkannt wurde. Erst am 06.11.1982, also nach fast 2 Jahren, wurde durch den Bezirksfachausschuss Numismatik Dresden unsere Fachgruppe mit allen Pflichten und Rechten bestätigt. Dies hing vor allem mit der damaligen Verteilung der so begehrten DDR-Gedenkmünzen zusammen. Seit dieser Zeit  treffen sich die Mitglieder der Fachgruppe regelmäßig monatlich im Gasthaus „Weißes Rössel” in Schönau-Berzdorf. Im Jahre 1983 beteiligten wir uns erstmals an einer Bezirksmünzausstellung in Dresden mit dem Objekt „Afrika im Aufbruch”. Neben den vielen Aktivitäten, die unser Vereinsleben prägen, wie zum Beispiel Kleinausstellungen, Jugendarbeit, breite Öffentlichkeitsarbeit und enge Zusammenarbeit mit den örtlichen Einrichtungen richteten wir unsere Bemühungen auf die Gestaltung und Herausgabe von Medaillen. Unsere erste Medaille „25 Jahre Pließnitzverlegung” haben wir in der Prägeanstalt VEB Dresdner Medaillenmünze, jetzt 1. Dresdner Medaillenmünze Glaßer & Sohn, im Jahre 1988 prägen lassen. Leider durfte damals als Prägematerial nur Eisen verwendet werden. Für eine Verwendung von Kupfer oder Silber bedurfte es einer Sondergenehmigung, die wir nicht bekommen hätten. Im Jahre 1991 begingen wir unser 10jähriges Bestehen. Da wir aus diesem Anlass auch eine Medaille prägen lassen wollten, begannen wir mit den Vorbereitungen schon  1988. Es wurde ein für uns schöner Medaillenentwurf geschaffen, dieser wurde aber im Sommer 1989 nicht genehmigt. Also mußte ein neuer Entwurf gezeichnet werden. Als dieser fertig war, war auch die politische Wende vollzogen. Nun lag die Entscheidung für die Medaillenausführung in unserer Sammlergruppe. Es wurde der 2. Entwurf gewählt. Nach der Einheit Deutschland machte sich die Gründung eines eigenen Vereines nötig. Unser Verein trägt nun den Namen „Club der Münzfreunde Auf dem Eigen”. Zu ihren Ortsnamen tragen 7 Dörfer und eine 1 Stadt in unserer Umgebung den Zusatz „auf dem Eigen”. Dieser Eigensche Kreis war bis Mitte des 19. Jahrhundert Eigentum des Kloster St. Marienstern in Panschwitz-Kuckau. Unsere Medaille „750 Jahre Kloster St. Marienstern” aus dem Jahre 1998 zeigt Avers den Eigenschen Kreis. Weitere Medaillen mit dieser Rückseitendarstellung folgten. Anläßlich der Schließung des Braunkohlentagebaues Berzdorf im Jahre 1997 begannen wir mit einer Bergbaumedaillenserie. Bisher wurden 4 verschiedene Motive herausgegeben, eine weitere Medaille ist in Vorbereitung. All diese Aktivitäten sind nur in enger Zusammenarbeit mit den beiden Bürgermeistern unseres „Eigenschen Kreises” und der Leitung des ehemaligen Tagebaus Berzdorf möglich geworden. Unsere vorläufig letzte Medaille ist unserem 20jährigen Jubiläum gewidmet. Sie erinnert an die Einführung der Mark als Währungseinheit im Jahre 1871, den Wandel im Laufe der Geschichte und das Ende der Mark mit Einführung des Euro im kommenden Jahr. Am 26. Januar 2001 fand unsere Festsitzung mit den Vereinsmitgliedern und deren Angehörigen statt. Als Gäste konnten wir von der Sächsisch Numismatischen Gesellschaft Herr Dirks Kraus und der Bürgermeister der Gemeinde Schönau-Berzdorf Herr Christian Hänel begrüßen. Unser Vereinsvorsitzender, Herr Henning Obenland, zog in seiner Festrede Bilanz über 20 Jahre erfolgreiche Vereinsarbeit. Im Laufe der Festsitzung stellten mehrere Vereinsmitglieder in einer kleinen Ausstellung Teile ihrer Sammlungen vor, auch nicht numismatische Sammlungen. Alle Vereinsmitglieder erhielten zur Erinnerung an dieses für uns wichtige Jubiläum einen Bierkrug mit persönlicher Widmung und 1 Exemplar unserer Jubiläumsmedaille. Zum Schluß noch eine kurze Betrachtung zur Mitgliederentwicklung. Zur Gründung der Sammlergemeinschaft trafen sich 11 Freunde der Numismatik. In den ersten 10 Jahren gab es an der hiesigen Schule eine Jugendgruppe, die sich leider in der Wendezeit auflöste. Im Verein gab im Laufe der 20 Jahre  Zu- und Abgänge, aber seine wesentliche Stärke hat er behalten. Wir werden auch in Zukunft unser Vereinsleben aktiv gestalten und mit Freude unsem Hobby nachgehen. Nächster Höhepunkt wird unsere Beteiligung am Tag der Sachsen sein.

Die Medaille 20 Jahre Club der Münzfreunde Auf dem Eigen / Idee: Siegfried Seidel, Schönau-Berzdorf a. d. Eigen / Zeichnung: Bernhard Heppert, Ostritz / Stempel: Herr Lipsch, 1. Dresdner Medaillenmünze Glaßer & Sohn /  Prägung: 1. Dresdner Medaillenmünze Glaßer & Sohn /  Metall: Silber, 999 fein 1 Unze; 35 Stück / Nachtrag: aus Zinn; 90 Stück für Silvestereintrittskarten

  • Im Jahre 2000

  
Die Medaille „Berzdorfer Kirche“


Im Jahre 2000 hat der Club der Münzfreunde im Rahmen seiner Medaillenserie „Tagebau Berzdorf” eine Medaille mit dem Motiv „Berzdorfer Kirche” herausgegeben. Damit soll an den ehemaligen Ort Berzdorf auf dem Eigen erinnert werden, der völlig der Kohle weichen musste. Die St. Martinskirche wurde Mitte des 13. Jahrhundert im romanischen Stil erbaut, 1427 von den Hussiten zerstört und 1438 wieder aufgebaut, seit 1532 evangelisch. Der letzte Gottesdienst fand am 04. Okt. 1964 statt. Danach wurde die Kirche unter Aufsicht des Denkmalschutzes abgerissen. Das Inventar kam zum Teil nach Schönau a. d. Eigen, einiges ging auch an andere Kirchengemeinden. So der alte Altar, der aus den Jahren um 1250 stammen soll. In den Turmknopf, welcher 1764 auf dem Turm kam, wurden Dokumente, Münzen und Geldscheine hinterlegt. Aus den Jahren 1764, 1844, 1909 und 1932 ist dies belegt. Bei der Öffnung des Turmknopfes im Jahre 1965 müssen 50 verschiedene Münzen sich in diesem befunden haben, so wie es 1932 vom damaligen Pfarrer Klein beschrieben wurde.  Der Ort Berzdorf a. d. Eigen wurde 1280 erstmalig unter den Namen „Bertoldistorf”  urkundlich erwähnt. Ab 1835 wurde begonnen Braunkohle im Tiefbau abzubauen. An Einwohnern waren es im 17. und 18. Jahrhundert um 360 Personen. 1924 waren es ca. 400 Einwohner, sicherlich verursacht durch die damalige Steigerung der Kohleförderung. Die Kohle wurde damals aus einem Tagebau gefördert, welcher aber 1927 wieder geschlossen wurde. Es wurde auch eine Bergarbeitersiedlung mit den Namen „Neuberzdorf“ in der Zeit von 1920-1922 errichtet. Im Jahre 1947 betrug die Zahl der Einwohner 648, bedingt durch viele Flüchtlinge aus Schlesien und Teilen der Oberlausitz,  aus den Gebieten die zu Polen kamen.  Die Einwohnerzahl von 820 Personen im Jahre 1958 ist durch die Erweiterung des Tagebaus Berzdorf begründet. Ab 1963 mussten die Berzdorfer Einwohner den Tagebau weichen und in neu errichteten Siedlungen in Schönau-Berzdorf, Hagenwerder oder Görlitz umziehen. Danach begann die Zerstörung des Ortes.

Die Vorderseite Im Bild der Medaille ist die Berzdorfer Kirche mit dem Blick aus südwestlicher Richtung dargestellt. Die Kirche stand auf einer kleinen Anhöhe. An der Kirche befand sich der Friedhof des Ortes. Unter dem Kirchenbild 2zeilig die Schrift: „ENTWIDMET / 4. OKTOBER 1964“. Die Randschrift oben lautet: „BERZDORF a. d. EIGEN“ und unten: „MUSSTE DER KOHLE WEICHEN“.
Die Rückseite:
In der Feldmitte 3zeilig „Braunkohle / aus den / Berzdorfer Becken“. Darunter das Bergbausymbol Hammer und Schlegel. Getrennt daneben der Bergarbeitergruß „ Glück Auf“. Oben am Rand die Jahreszahlen „1835 – 1927“- sie stehen für den Beginn des Bergbaues und den vorläufigen Ende des Bergbaues im Jahre 1927. Unten am Rand die Jahreszahlen „1946 – 1997“ – im Jahre 1946 wurde der Bergbau wieder aufgenommen und 1997 endgültig beendet.
Zur Medaille:
Herausgeber: Club der Münzfreunde auf dem Eigen / Entwurf: 1.Dresdner Medaillenmünze Glaser & Sohn / Gravur: 1. Dresdner Medaillenmünze Glaser & Sohn, Herr Lipsch / Prägung:1. Dresdner Medaillenmünze Glaser & Sohn /
Medaillen:35 Stück Silber; 999fein; 31,1 g; Stempelglanz / 24 Stück Silber, 999fein; 31,1 g patiniert / 40 Stück Bronze, Stempelglanz / 35 Stück Bronze, patiniert / 10 Stück Silber, Fehlprägung – RS mit den Motiv Kraftwerk Hagenwerder III  / Durchmesser: 40 mm
 

  • Im Jahre 1991:

Die Medaille „10 Jahre Fachgruppe Numismatik Schönau-Berzdorf“

Im Herbst 1988 begannen die Münzfreunde auf dem Eigen sich auf ihr 10jähriges Vereinsjubiläum im Februar 1991 vorzubereiten. Es sollte eine Jubiläumsmedaille für seine Mitglieder geprägt werden. Für das Prägen einer Medaille mussten in der DDR Genehmigungen eingeholt werden. Deswegen der zeitige Beginn der Vorbereitung. Für die Entwurfszeichnungen konnte der Künstler Michael Voigt aus Neusalza-Spremberg gewonnen werden. Dieser lieferte im Sommer 1989 die fertigen Entwürfen. Die Vorderseite zeigte die Umschrift: „ZEHN JAHRE FACHGRUPPE NUMISMATIK SCHÖNAU-BERZDORF AUF DEM EIGEN“. Im Medaillenfeld zeigt sich die Blüte des Aronstabes, welcher als seltene Pflanze auf dem Hutberg vorkommt. Die Rückseite erinnert an die Hochwasser der Pließnitz. Dieser Entwurf wurde vom Bezirksfachausschuss Numismatik in Dresden noch gebilligt. Der Zentrale Fachausschuss für Numismatik in Berlin versagt aber seine Zustimmung

Der erste Entwurf von Michael Voigt
 
Nun musste ein neuer Entwurf gestaltet werden, diesmal mit numismatischem Inhalt. Ausgewählt wurden die Themen: Münzen im Turmknauf der Schönauer Kirche und die Einführung des Dezimalsystems im sächsischen Münzwesen 1841. Zusammen mit Herrn Voigt entstanden Ende November 1989 2 neue Entwürfe. Diesmal lagen die nötigen Zustimmungen vor und es konnten die Werkzeuge, zum Prägen der Medaille im Januar 1990  bestellt werden. Dies übernahm Herr P. Schack aus Waltershausen. Für das gravieren der Prägestempel wird einige Zeit benötigt, denn das Medaillenbild muss in den Stahlstempel geschnitten werden. Anfangs Dezember 1990 waren die Prägestempel fertig. Die lange Spanne zwischen Auftragserteilung und Erledigung lag sicherlich auch an der zwischenzeitlich erfolgten politischen Umwälzungen in der DDR, an der Währungsunion am 1. Juli 1990 und dem Beitritt zur Bundesrepublik Deutschlands. Am 14.09.1990 hat sich der Verein unter den Namen „Club der Münzfreunde auf dem Eigen“ in das Vereinsregister eintragen lassen. Damit war der Vereinsname auf den Medaillenentwürfen nicht mehr zutreffend. Es wurde aber so in Kauf genommen um nicht noch einen neuen Entwurf  zeichnen zu müssen. Die Prägestempel waren zum richtigen Zeitpunkt fertig. Das Prägen der Medaillen übernahm die Firma Büttner in Gotha. Die fertige Jubiläumsmedaille:

Die Vorderseite der Medaille trägt die Umschrift: „ZEHN JAHRE FACHGRUPPE NUMISMATIK SCHÖNAU-BERZDORF 1981 1991“. Im Feld oben befindet sich das königliche sächsische Wappen mit Spruchband. Darunter 7zeilig: „IN SACHSEN  GALT / VOR 1841 / 12 Pfennig – 1 Groschen / AB 1841 / 10 Pfennig – 1 Neugroschen / AB 1871 / 100 Pfennig – 1 Mark“. Im Jahre 1991 jährte sich zum 150.  male die Einführung des Dezimalsystems im sächsischen Münzwesen. Es galt aber weiterhin 30 Neugroschen, einen Taler. Im Jahre 1871, der Gründung des Kaiserreiches wurde die Mark zu 100 Pfennig eingeführt. Unterhalb der Schrift das Zeichen des Kulturbundes der DDR, in dem wir als organisierte Sammler Mitglied sein mussten.

Die Rückseite
der Medaille trägt die Umschrift: „DER TURMKNOPF BEWAHRT DOKUMENTE UND MÜNZEN AUS DREI JAHRHUNDERTEN“. Im Medaillenbild ist der Turm der Schönauer Kirche dargestellt. Er soll der schönste Dachreiter Ostsachsens sein. Neben den Kirchturm befinden sich 3 Münzen, ein 1/48 Taler von 1807, ein ½  Neugroschen ab 1840 und ein 5 Pfennigstück nach 1871. Diese Münzen weisen auf den Münzschatz im Turmknauf hin. Es befinden sich 123 Münzen im Turm, darunter auch einige Banknoten. Die älteste Münze ist ein VI Kreuzerstück von 1672 für Ungarn, unter Kaiser Leopold I. Älteste sächsische Münze ist ein Dreier (3 Pfennig) von 1691. Der Großteil der Münzen sind Kleinmünzen und Talerteilstücke unter den sächsischen Kurfürsten, ab 1806 als Könige. Es folgen Münzen der Kaiserzeit, der Inflation, der Weimarer Republik, den Deutschen Reich 1933-1945, der DDR und der BRD. Schlussmünze ist die 10 Markgedenkmünze der DDR auf den Weltraumflug von Siegmut Jähn im Jahre 1978. Hinterlegungen im Turmknauf erfolgten nachweislich 1737, 1766, 1811, 1837, 1867, 1898, 1929 und 1978.  
Zur Medaille
Entwurf: Michael Voigt, Neusalza-Spremberg
Gravur: P. Schack, Waltershausen
Prägung: Firma Büttner, Gotha
Herausgeber: Club der Münzfreunde auf dem Eigen
Medaillen:150 Stück Bronze, Stempelglanz
150 Stück Tombak, Stempelglanz
25 Stück Silber, Stempelglanz
3 Stück Silber, einseitig mit Motiv Kirche
Durchmesser: 40 mm

Bergbaumedaille des BKW Oberlausitz

             Keine Medaille unseres Münzclub !
             Sie soll als interessante Medaille unserer Region hier
             vorgestellt werden.

Auszeichnungsmedaille des BKW Oberlausitz
              ( Grube Berzdorf und Grube Olbersdorf )
 Im Jahre 1978 wurde durch das Braunkohlenwerk Oberlausitz eine Auszeichnungsmedaille in den Stufen Bronze, Silber und Gold geschaffen. Diese wurden jeweils am 18. März, den Tag des Wiederaufschlusses des Tagebaues im Jahre 1946, für hervorragende Leistungen vergeben. Die Medaillen trägt auf der Vorderseite die 4zeilige Schrift: VEB / Braunkohlenwerk / Oberlausitz / Hagenwerder; zw. 3. u. 4. Zeile Hammer und Schlegel. Auf der Rückseite ist der Eimerkettenbagger 1284 ES 3150 im Hochschnitt dargestellt. Links davon die zugehörige Bandanlage. Darunter: Glück auf. Unten im Bild Lorbeerzweige und Signum Schack.  Der Entwurf der Medaille stammt von Herrn J. Nosek, damals Leiter der Markscheiderei des Betriebes. Die Stempel schnitt Herr P. Schack aus Waltershausen. Geprägt wurden die Medaillen in der Firma Bittner, Gotha. Insgesamt wurden im Jahre 1978 300 Stück geprägt. Im Jahre 1986 wurden nochmals 300 Medaillen geprägt. Die Medaillen haben einen Durchmesser von 43mm.





Stand: Jan. 2015
 
 
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